{"id":175,"date":"2017-07-11T02:53:22","date_gmt":"2017-07-11T05:53:22","guid":{"rendered":"https:\/\/www.medzonline.de\/blog\/?p=175"},"modified":"2017-07-11T03:11:36","modified_gmt":"2017-07-11T06:11:36","slug":"sex-sucht-keine-hirngespinst-sondern-eine-ernstzunehmende-erkrankung","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.medzonline.de\/blog\/sex-sucht-keine-hirngespinst-sondern-eine-ernstzunehmende-erkrankung\/","title":{"rendered":"Sex sucht &#8211; keine Hirngespinst sondern eine ernstzunehmende Erkrankung"},"content":{"rendered":"<p><strong>Sex sucht wird meist nicht als ernsthafte Erkrankung akzeptiert. Schlie\u00dflich hat ein ausgepr\u00e4gtes Sexualleben keine schlimmen Auswirkungen f\u00fcr die betroffenen. Betrachtet man jedoch das damit einhergehende Suchthafte verhalten und die Risiken, welche aus mangelnder Verh\u00fctung entstehen, sind die m\u00f6glichen Folgen dieser Sucht nicht zu untersch\u00e4tzen. Neu wissenschaftliche Erkenntnisse beschreiben Sex sucht als <\/strong><strong>psychische St\u00f6rungen <\/strong><strong>die bei richtiger Behandlung heilbar ist.<\/strong><!--more--><\/p>\n<p>Sex sucht, in Fachkreisen auch bekannt als Hypersexualit\u00e4t, wird als Erkrankung nur von den wenigsten akzeptiert. Oftmals wird der Begriff missbraucht um den Betrug am Partner zu rechtfertigen. So entsteht der Eindruck, dass es sich bei Sex sucht um eine faule Ausrede handelt und nicht um eine ernst zu nehmende Erkrankung. Auch der umgangssprachliche Gebrauch des Begriffs f\u00fchrt zu einem Bedeutungsverlust. Die Amerikanische Psychiatrische Vereinigung diskutiert nun ob Hypersexualit\u00e4t in den diagnostischen und statistischen Leitfaden psychischer St\u00f6rungen aufgenommen werden soll. Dies w\u00e4re der erste Schritt zur Anerkennung von Hypersexualit\u00e4t als ernstzunehmende Erkrankung. Forscher gehen davon aus, dass etwa jeder 25. unter dieser St\u00f6rung leiden.<\/p>\n<p><strong>Krankheitsbild und Risiken<\/strong><\/p>\n<p>Die blo\u00dfe Existenz der Krankheit ist unter Experten unumstritten, problematisch ist jedoch die genaue Abgrenzung von Hypersexualit\u00e4t. Ist jemand der mehrmals am Tag Lust auf Sex hat gleich Hypersexuell? Nein!- sagen Experten, um von einer &#8220;Sucht&#8221; zu sprechen m\u00fcssen mit dem sexuellen Verlangen auch die typischen Symptome einer Sucht einhergehen: Kontrollverlust und Besessenheit. Zudem zeigen Beobachtungen, dass betroffene Sex auch als eine Art Schmerzmittel nutzen. Ist das Verlangen nach Sex erst einmal eine Sucht beeinflusst es das ganze Leben: Arbeit, Privatleben und auch der seelische Zustand betroffener wird massiv gest\u00f6rt.<\/p>\n<p>H\u00e4ufiger Sex hat noch keinem wirklich geschadet. Zahlreiche Studien legen sogar nahe, dass ein geregeltes Sexualleben gesundheitsf\u00f6rdern sein kann. Problematisch sind hingegen die Folgen einer mangelnden Verh\u00fctung. Da bei Menschen die an Hypersexualit\u00e4t leiden von einem Suchthaften verhalten auszugehen ist steigt auch die Verantwortungslosigkeit der Betroffenen. Bei der Befriedigung der Sucht r\u00fccken Themen wie Verh\u00fctung in den Hintergrund. Das Risiko von Geschlechtskrankheiten und ungewollter Schwangerschaft ist somit bei Sexs\u00fcchtigen wesentlich h\u00f6her.<\/p>\n<p><strong>Behandlung von Hypersexualit\u00e4t<\/strong><\/p>\n<p>Die Anerkennung von Hypersexualit\u00e4t als psychische St\u00f6rungen ist ein erster Schritt um betroffenen zu helfen. Wurden diese bisher nicht ernst genommen und bel\u00e4chelt, ist durch diese Anerkennung ein Schritt in Richtung gesellschaftlicher Akzeptanz gemacht. Dar\u00fcber hinaus wird so die T\u00fcr f\u00fcr m\u00f6gliche Behandlungen und Medikationen ge\u00f6ffnet. Im Englischsprachigen Raum existieren bereits Kliniken und Selbsthilfegruppen, welche betroffene unterst\u00fctzen mit ihrer Sucht umzugehen. Hypersexualit\u00e4t wird wohl nie so ernst genommen werden wie Beispielsweise Alkoholsucht, die m\u00f6glichen Folgen der Hypersexualit\u00e4t sind jedoch ein gesellschaftlich anerkannte Probleme. Besonders die Verbreitung von sexuell \u00fcbertragbaren Krankheiten wie Herpes genitalis, Chlamydien, Hepatitis B und HIV gilt es einzud\u00e4mmen. In\u00a0 Kliniken und Selbsthilfegruppen wird betroffenen geholfen diese Folgen zu vermeiden.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Sex sucht wird meist nicht als ernsthafte Erkrankung akzeptiert. Schlie\u00dflich hat ein ausgepr\u00e4gtes Sexualleben keine schlimmen Auswirkungen f\u00fcr die betroffenen. 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